Wissen trifft immer und zwar kritisch

Über den Autor

Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, daß man sie ignoriert.Aldous Huxley
Über mich

Ich bin aus tiefsten Herzen jemand, der gerne nachdenkt. Das bedeutet nun nicht, dass ich immer zu einem sinnvollen Ergebnis komme. Aber ich betrachte gerne komplexe Probleme, analysiere Sachverhalte und zerlege sie in ihre Bestandteile, um besser verstehen zu können. Es geht mir immer um den Kern einer Sache. Fast nichts existiert in unserer Wert allein und abgeschottet. Jede Entscheidung führt zu mindestens einem weiteren Ereignis und resultiert aus einem anderen. Kleine und große Ereignisse kommen ins Rollen, weil eine, nicht unendliche aber riesige, Kette von Dominosteinen sie angestoßen haben.

Der Weg bis hier

Vor vielen Jahren habe ich angefangen angewandte Informatik zu studieren. Dabei war ich ziemlich erfolglos.  Ich konnte zwar Interesse dafür aufbringen, wie Probleme mathematisch erschlossen und verarbeitet werden, aber das reichte mir nicht. Sachverhalte wurden immer nur bearbeitet, aber Ursprung, Ergebnis und worum es dabei ging war egal. Das steht auch nicht im Fokus der Informatik. Mit einem Verlangen nach einem tieferen Verständnis von Zusammenhängen habe ich angefangen Geschichte in Hannover zu studieren. Dabei hatte ich erst einen Mittelalterfokus, dann ging ich zur Frühen Neuzeit über und schließlich landete ich auf einer Metaebene. Heute geht es mir nicht mehr darum ein bestimmtes Thema zu verstehen. Ich will das Verstehen selbst lernen. Wie wird Wissen wahrgenommen? Wie verarbeitet man es und gibt es weiter? Und wie erschließt man sich überhaupt Informationen?

Wissen schaffen

Es scheinen sich gerade Geschichtswissenschaftler im Moment wiederholt mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Ich denke das liegt zum einen an unserer quellenkritischen Praxis, zum anderen an der Frage, ob das Internet nun Hoffnung für oder Untergang der Geschichtswissenschaft ist. Ich bin technophil, ein Kind des Netzes, um mal Buzzwords zu benutzen. Ich wollte schon immer über mich hinauswachsen, über meinen Tellerrand sehen und bin fest der Meinung, dass wir alle nicht zusammen auf dieser Erde leben. Wir leben auf über sechs Milliarden verschiedenen Welten, die jeder Mensch für sich anders wahrnimmt. Es gibt Schnittpunkte mit anderen Menschen und oft genug liegen auch große Abgründe zwischen uns. Darum interessieren mich die Bereiche Erinnerungskultur und kollektives Gedächtnis sehr. Besonders, da sich die Bedingungen des kollektiven Gedächtnisses durch einen riesigen Wissensspeicher zu ändern scheinen. Die Rede ist natürlich vom Internet.

Wie es weiter geht
Himmel HDR Bild

Nach Lehrtätigkeit in der Leibniz Universität Hannover, einigen Vorträgen und vielen, vielen, sehr vielen vergrübelten Abenden bin ich im Jetzt angekommen. Zur Zeit arbeite ich am Filminstitut der Hochschule Hannover und promoviere an der Leibniz Universität Hannover. Mein Interesse gilt der Geschichtsdidaktik und Medientheorie. Ich frage danach, was wir unbewusst über uns preisgeben, wenn wir Medien schaffen. Was lernen wir von ihnen auch unfreiwillig und unterbewusst? Wie machen wir sie besser? Dabei untersuche ich vor allem Filme, Spiele und das Internet. Nicht trotz, sondern gerade weil es keine primären Lernmedien sind. Denn wer sagt, dass wir nur lernen, wenn wir ein Lehrbuch lesen?

Ich bin an Projekten immer interessiert, darum schreiben Sie mich ruhig an.

– Philipp Nordmeyer