Wissen trifft immer und zwar kritisch

Es hat etwas gedauert, aber vor ein paar Tagen ist mir letztlich aufgefallen, warum mir meine Situation gerade so bekannt vorkommt, obwohl ich eigentlich Neuland betrete. Im Moment bin ich dabei zwei Forschungsanträge vorzubereiten und maile dazu wiederholt mit dem Forschungsdezernat, das mir freundlich und schnell zur Seite steht. Ob ich am Ende Geld für meine Projekte bekomme, ist natürlich fraglich. Für mich ist es nicht nur ein Forschungsprojekt, sondern auch mein zukünftiger Job, der über die Mittel finanziert wird. Es hängt folglich etwas mehr daran als bloße Forschung.

Genau dieses Gefühl kenne ich. Vorschläge machen, Bilanzen planen und um Geld betteln. Damit habe ich als Hausverwalter schon genug Erfahrungen gesammelt. Außer dass es dieses mal nicht für etwas Altes, sondern etwas Neues ist. Es ist als würde ich ein Start-up gründen, das nur ein Mal etwas herstellen will, um dann zu einem neuen Start-Up überzugehen. Im Grunde ist es in Wirtschaft und Wissenschaft gleich: Gebt mir Geld für meine Idee, Rechnungen müssen bezahlt werden.

So sitze ich hier weiter an meinen Forschungsanträgen und brüte, wie man es am besten verkauft und am erfolgversprechendsten  durchführt. Es ist wohl eine Erfahrung, die ich in Zukunft noch öfter machen werde, vorausgesetzt der erste Start klappt auch. Dann kann ich irgendwann meine Kinderschuhe durch ein größeres Paar ersetzen.

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